Krisen meistern durch PR
Preis: vergriffen
Broschiert: 191 Seiten
Verlag: Luchterhand; Auflage: 1 (1999)
ISBN-10: 3472036753
Brent Spar, Elchtest oder ICE-Katastrophe: Ereignisse, bei denen Unternehmen gehörig ins Schleudern kamen. Flugzeugabstürze, Störfälle und Tankerunglücke – Krisen lauern überall. Krisen gab es um verseuchte Strände, gepanschte Weine, krebserregende Zigaretten. Krisen können jederzeit ausbrechen – Organisationen, die sich heute sicher vor ihnen fühlen, können morgen in eine gefährliche, existenzbedrohende Lage geraten – seien es Unternehmen, Behörden, Parteien, Vereine und Verbände.
Ein Grund für die drastische Zunahme von Krisen ist die gestiegene Sensibilität der Gesellschaft für Themen wie Umweltschutz und Technologie. Durch die gestiegene Sensibilität der Bevölkerung rückt die gesellschaftliche Rolle eines Unternehmens immer stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Öffentliche Akzeptanz ist so wichtig geworden wie bedarfsgerechte Produkte und exzellenter Service.
Konflikte, Krisen und Katastrophen sind auch der Stoff, aus denen Nachrichten sind: Das Interesse der Öffentlichkeit und der Wettstreit der Medien um Auflagen und Einschaltquoten verstärkt die Suche nach spektakulären Themen und Meldungen – der Druck auf das Unternehmen in der Krise steigt – Fehlentscheidungen häufen sich.
Eine ungeschickte Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations; PR) verschlimmert die Situation – sie kann den Ruf der Firma, das Betriebsklima, die Motivation und den Geschäftserfolg nachhaltig beeinträchtigen, ja sogar die Existenz des Unternehmens gefährden. Ein einziger unglücklicher Unfall kann das in Jahren mühsam aufgebaute Image eines Unternehmens über Nacht zerstören.
Trotzdem sind viele Unternehmen nicht genügend auf eine Krise vorbereitet. Die Firmen versäumen, durch Beobachten ihres Umfeldes und langfristigen, regelmäßigen Austausch mit wichtigen Bezugsgruppen Krisen zu verhindern oder zumindest die Auswirkungen durch vertrauensvolle und glaubwürdige Kommunikation zu begrenzen. Eine langfristige, kontinuierliche Kommunikation ist also ein wichtiges Mittel, um Krisen vorzubeugen.
Unsicherheit, fehlende Überzeugung oder mangelnde Kenntnis: Oft besinnen sich die Führungscrews erst in einer Krise auf die Chancen eines Austauschs mit ihren Bezugsgruppen – doch dann ist es meist zu spät – das Image ist ruiniert: Die Folgen sind verheerend: Firmen wie der Nudelhersteller Birkel haben durch einen Imageeinbruch in der Krise wirtschaftlich bleibenden Schaden davongetragen.
