Internationale Kommunikation
Unternehmer haben davon lange geträumt, heute ist es Wirklichkeit: Sie können ihre Leistungen weltweit anbieten oder sogar vor Ort auf den Märkten handeln.
Riesige neue Absatzmärkte entstehen in Osteuropa, China und Indien. Die Aussichten sind verlockend: Denn heutzutage muss es keine Entscheidung mehr sein, der Billigste (Kostenführer) oder der Beste (Qualitätsführer) zu sein. Unternehmen können beides: Durch große Absatzmengen produzieren sie billig. Gleichzeitig sind sie die Besten, weil sie weltweit ihre Erfahrungen und Ressourcen bündeln.
Die Chancen der Internationalisierung locken nicht nur große Unternehmen: Auch kleine und mittelständische Unternehmen erobern den Weltmarkt, Beispiel Werkzeug- und Maschinenbau, und übernehmen eine führende Rolle, Beispiel Augenoptik.
Der Mittelstand ist wahrer Exportweltmeister: 98 Prozent der exportierenden Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Viele hiervon haben erst in den letzten Jahren den Schritt ins Ausland gewagt: Die Zahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen am Export ist in den vergangenen Jahren um 15 Prozent gestiegen, 2003 haben rund 327.000 Kleinunternehmen und Mittelständler mit Exporten den ersten Schritt zum Auslandsgeschäft vollzogen.
100.000 sind schon einen Schritt weiter: Sie haben Beteiligungen, Joint Ventures oder sogar eigene Produktionsstätten im Ausland. Einer Studie im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Banken zufolge produziert fast jeder zweite deutsche mittelständische Betrieb in Osteuropa oder Südostasien; knapp jedes dritte Unternehmen baut in diesen Regionen ein eigenes Marketing- und Vertriebsnetz auf. Für den Mittelstand spielen also sowohl Export, aber auch Direktinvestitionen bei ihrer Internationalisierung eine Rolle.
Doch nicht nur im Mittelstand: Das internationale Geschäft ist in allen Branchen und für alle Unternehmensgrößen in den vergangenen Jahren wichtiger geworden. Egal, ob Konsumgüter, Dienstleistungen oder Investitionsgüter; egal, ob kleines oder großes Unternehmen: Internationalisierung eröffnet allen Unternehmen neue Chancen, sich dauerhaft am Markt zu behaupten.
Die zunehmende Internationalisierung der Unternehmen ist begleitet mit dem Ausbau der internationalen Werbung und PR. Diese professionell zu gestalten, gehört zu den Herausforderungen der kommenden Jahre. Wer hierbei Hilfe in der Praktikerliteratur sucht, wird enttäuscht: Erklärungen fehlen, was das Besondere an der internationalen Kommunikation ist, also das, was sie von der nationalen unterscheidet. Es fehlen angemessene Strategien und Tipps, wie besonders mittelständische Unternehmen die Potenziale der internationalen Kommunikation nutzen, wie sie systematisch vorgehen können und was sie unbedingt beachten sollten. Dieses Buch will diese Lücke schließen.
